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VDGE-Mitglieder schließen 2024 über Vorjahresniveau ab

Die dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) angeschlossenen 23 operativ tätigen Mitglieder erzielten in 2024 einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,880 Mrd. Euro und haben damit trotz leicht reduzierter Marktanzahl (minus 14 Objekte) das gute Umsatz-Ergebnis des Vorjahres nominal um plus 1,9 % steigern können. Diese Umsatzsteigerung ist angesichts der schwierigen Gesamtmarktentwicklung sicherlich erfreulich, bekanntermaßen aber zu einem gewissen Teil preisgetrieben.

Enttäuscht zeigt sich Verbandsvorstand Andreas Vogel dabei von der Tatsache, dass weder die Olympischen Spiele noch die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land für einen Umsatzschub gesorgt haben: „Die Quartalsbetrachtung zeigt klar auf, dass Umsatzimpulse vor allem zu Beginn und am Ende des Jahres verzeichnet werden konnten, wohingegen die zwei klassischerweise umsatzstärkeren Frühlings- und Sommerquartale leider durch Stagnation gekennzeichnet waren.“

VDGEAndreas Vogel

Verbandsvorstand Andreas Vogel

Im Branchenvergleich weist NielsenIQ für den Bereich „GAM“ mit + 1,8 % ein minimal niedrigeres Umsatzwachstum gegenüber der VDGE-Entwicklung aus, während die Marktforscher von YouGov Shopper Intelligence (ehemals Consumer Panel Services und bis 2023 Teil der GfK-Gruppe) für die Getränkefachmärkte bei Kaltgetränken ein 2024er Umsatzminus von 4,1 % vermelden. Laut Michael Schwaer, Account Director YouGov, haben die Getränkefachmärkte damit etwas besser abgeschnitten als der gesamte Fachhandel, welcher das Jahr exkl. Internet bei den Fast Moving Consumer Goods (FMCG) mit einem Minus von 5,8 % abgeschlossen hat.

Nicht filialisierte Getränkefachmärkte mit Minus von 17 %

Bei genauerer Betrachtung ist die Performance der nicht filialisierten Getränkefachmärkte mit einem signifikanten Minus von 17 % (!) wie in den Vorjahren deutlich schlechter als die der filialisierten Getränkefachmärkte, welche ihren Umsatz laut YouGov um 1,7 % in 2024 steigern konnten. „Das Problem bleibt auch im Gesamtjahr die rückläufige Käuferzahl in den Getränkefachmärkten, insbesondere bei den nicht filialisierten. Während die filialisierten Märkte die Käuferverluste noch über Frequenz- und Ausgabensteigerungen kompensieren können, schaffen dies die nicht filialisierten nicht“, analysiert Michael Schwaer.

Die seitens YouGov skizzierte generelle Kaufzurückhaltung in den Fachmärkten wird auch durch weitere Statistiken und entsprechende Bewertungen von Wirtschaftsexperten untermauert. Laut Meldung des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 16. Januar 2025 erhöhten sich z. B. die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 % gegenüber 2023, womit die Inflationsrate im abgelaufenen Jahr deutlich geringer ausfiel als in den drei vorangegangenen Jahren. Gemäß den im Juni veröffentlichten Ergebnissen des „idealo Sparreport 2024“ nehme die Mehrheit der Deutschen die sinkende Inflation allerdings nicht wahr und übe sich in Sachen Konsum nach wie vor in Zurückhaltung.

Gemäß Meldung des KfW Research aus dem November 2024 dürfte die private Kaufkraft 2025 wegen eines nachlassenden Lohnwachstums mit einem geringeren Tempo steigen als 2024. Weiterhin entfalle der Beschäftigungsaufbau als Konjunkturstütze. Mit den vorgezogenen Neuwahlen werde den Experten zufolge zudem die Unsicherheit über die Politik in Deutschland bis zum Abschluss von Koalitionsverhandlungen hoch bleiben, zumal mindestens bis dahin nur eine vorläufige Haushaltsführung möglich sei.

Ampel-Aus birgt Risiken, aber auch Chancen

Das Ampel-Aus birgt aber nicht nur Risiken, sondern dahingehend auch Chancen, dass eine künftige Regierung energie-, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Interessen wieder deutlicher in den Vordergrund stellt und den gesamtwirtschaftlichen Problemstellungen mit effizienten Maßnahmen begegnet. „Vor diesem Hintergrund dürfte die Umsatzentwicklung der Getränkefachmarktbetreiber in 2025 wiederum stark durch externe Faktoren beeinflusst werden. Wichtig wird diesbezüglich sein, wie gut es den VDGE-Mitgliedern gelingen wird, sich den beschriebenen Herausforderungen durch zielgerichtete Vertriebs- und Marketingaktivitäten in der jeweiligen Heimatregion erfolgreich zu stellen. Auf Verbandsebene werden wir vor diesem Hintergrund in 2025 verstärkt auf Lösungsangebote rund um die Themenfelder Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung setzen und die Zusammenarbeit mit Anbietern aus den genannten Bereichen intensivieren, um so exklusive Mehrwerte für unsere Mitgliedsunternehmen zu generieren.“, resümiert VDGE-Vorstand Andreas Vogel.

Über den VDGE

Der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V. (VDGE) vertritt die Interessen von rund 2.400 und damit über 60 % der insgesamt knapp 4.000 regiegeführten Getränkefachmärkte in Deutschland. Dabei erwirtschaften unsere mittelständisch geprägten und regional stark verwurzelten Mitglieder mit annähernd 2,9 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr 88 % des Gesamtumsatzes dieser Getränkefachmärkte – starke Zahlen, welche die überdurchschnittlich große Marktbedeutung der VDGE-Mitglieder unterstreichen! Quelle: NielsenIQ: Hochrechnung für 2024, Stand Februar 2025

VDGE-Förderpartner 2025:

AB InBev Deutschland GmbH & Co. KG; Bitburger Braugruppe GmbH; Brauerei Gebr. Maisel KG; C. & A. Veltins GmbH & Co.; Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH; Danone Deutschland GmbH; Eder & Heylands Brauerei GmbH & Co. KG; Franken Brunnen GmbH & Co. KG; Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG; Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG; Hermes Germany GmbH; Hövelmann Getränke Vertrieb GmbH & Co. KG; Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG; Kulmbacher Brauerei AG; meistro Energie GmbH; Mineralbrunnen Rhön Sprudel Egon Schindel GmbH; Nestlé Waters Deutschland GmbH; Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA; Privatbrauerei Erdinger WeißbräuWerner Brombach GmbH; Radeberger Gruppe KG; Staatliches Hofbräuhaus in München; TOMRA Systems GmbH; Vilsa Brunnen Otto Rodekohr GmbH; Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

Quelle/Bildquelle: Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V. (VDGE)

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